Wohin führen die Spuren der Fouqués?




Brandenburg/Havel
Im Herzen der Stadt, auf der Dominsel, wurde der Dichter Friedrich de la Motte Fouqué geboren. Da sein Großvater, Henry Auguste de la Motte Fouqué, von Friedrich II. im Alter die Domprobstei in Brandenburg/Havel geschenkt bekam, wohnten dort die Fouqués einige Jahre, bevor sie in ein anderes Haus der Stadt umzogen. Noch heute zeugt eine Tafel davon.


Nennhausen bei Rathenow
Im Schloß Nennhausen verbrachte das Schriftstellerehepaar Caroline und Friedrich de la Motte Fouqué gut drei erlebnisreiche Jahrzehnte. Der vom "alten Briest" gestaltete Park, welcher an das Schloß angrenzt, begeisterte viele der zahlreichen Besucher.
In der Kirche zu Nennhausen hängen noch immer Schwert und Schild des Dichters Fouqué, welche dieser anläßlich des Sieges über Napoleon 1814 dorthin weihte.

Sacrow
Das 1774 von Persius gebaute Schloß Sacrow bei Potsdam war 1779-1787 im Besitz der Familie Fouqué. Der Dichter Friedrich de la Motte Fouqué verlebte hier einen Teil seiner Kindheit. Das Schloß und die umgebende Anlage wurde von Friedrich Wilhelm IV. 1840 gekauft und in den Plan zur Verschönerung der Potsdamer Umgebung einbezogen. Friedrich Wilhelm IV. ließ auch zwischen 1841 und 1843 die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloß liegende Heilandskirche von Ludwig Persius erbauen. Sie gehört zu den gelungensten romantischen Sakralbauten in Deutschland. Die Umgebung wurde von Lenné als Landschaftsgarten gestaltet. In Potsdam vereinigte König Friedrich Wilhelm IV. im 19. Jahrhundert die einzelnen Schloßanlagen zu einer übergreifenden Kulturlandschaft, die im Jahre 1990 als Kulturdenkmal der Menschheit in die Liste des Natur- und Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde.
Das romantische Sacrower Ensemble liegt geographisch zwischen dem langjährigen Fouqué-Wohnort Schloss Nennhausen mit seinem Landschaftspark und Berlin.


Berlin
Höhepunkt der Verbindung von Friedrich de la Motte Fouqué mit dieser Stadt ist sicher die Uraufführung seiner Undine im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt 1816. Zu dieser erfolgreichen ersten deutschen romantischen Oper komponierte E.T.A. Hoffmann die Musik und entwarf Friedrich Schinkel die Bühnenbilder.
Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte der Dichter Fouqué in der Karlsstraße.
Auf dem Alten Berliner Garnisonfriedhof erinnert bis heute ein Grabmal an ihn.



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