Programm der 6. Fouqué-Festtage vom 29. -30. August 2003
in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Alter Garnisonfriedhof e.V.

in Berlin, Kulturhaus Mitte, Auguststraße 21


Freitag, 29. August 2003
Veranstaltungsort: Kulturhaus Mitte, Auguststraße 21, Berlin-Mitte (Nähe Rosenthaler Platz).

17:00 Uhr
Mitgliederversammlung der Fouqué-Gesellschaft Berlin-Brandenburg e.V.

Abendveranstaltung
19:30 Uhr
»Undine«
Text- und Sound-Collage auf Grundlage von Friedrich de la Motte Fouqués »Undine« und Ingeborg Bachmanns »Undine geht« mit der Berliner Schauspielerin Heidi Zengerle als Sprecherin und dem Komponisten und Musiker Michael Schenk


Samstag, 30. August 2003

6. Öffentliches Fouqué-Colloquium
Veranstaltungsort: Kulturhaus Mitte, Auguststraße 21, Berlin-Mitte (Nähe Rosenthaler Platz). Gäste sind herzlich willkommen. Moderation: Dr. Ulrich Schuch (Mannheim)

09:00 Uhr
Dr. Dieter Weigert (Berlin)
Das Militärische bei den Fouqués - der General, die märkischen Nachbarn und der Enkel

10:00 Uhr
Catharina Hasenclever (Berlin)
Die zeichnerischen Literaturadaptionen Friedrich Wilhelms IV.
Friedrich de la Motte Fouqué und das »Ritterbild« des preußischen Thronfolgers

11:00 Uhr
Prof. Dr. Michael Schmidt (Tromsø / Norwegen)
Moltke und Fouqué


12.00 bis 14:00 Uhr Mittagspause


14:00 Uhr
Dr. Wolf Gerhard Schmidt (Saarbrücken)
Grundakkord und Kontrapunkt
Fouqués Künstlernovelle »Joseph und seine Geige«

15:00 Uhr
Priv.Doz. Dr. habil. Julia Bertschik (Berlin)
»Sinnliche Zeichen« - Dichtungssymbolik bei Caroline de la Motte Fouqué

16:00 Uhr
Dr. Almut-Barbara Renger (Greifswald)
Märchen und Mythos bei Caroline de la Motte Fouqué



Abendveranstaltung

19:30 Uhr
Lesung am Grab Friedrich de la Motte Fouqués auf dem Alten Garnisonfriedhof Kleine Rosenthaler Straße
Henning Westphal (Kiel und Berlin) liest
Heinrich von Kleist: »Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik«

(Bei Regen findet die Lesung im Kulturhaus Mitte statt.)


Zu den Abendveranstaltungen

»Undine«

Die Text- und Sound-Collage auf Grundlage von Friedrich de la Motte Fouqués »Undine« und Ingeborg Bachmanns »Undine geht« versucht, einen möglichen Weg der eigenen phantasievollen und interpretatorischen Aneignung der mythischen Figur »Undine« zu gehen. Hatte Fouqué, wie Hermann Dorowin in seinem Essay zu Bachmanns »Undine geht« formuliert, mit seiner märchenhaften Erzählung »die romantische Utopie einer harmonischen Vereinigung von Mensch und Natur, von Mann und Frau, von Rationalität und Gefühl, von Prosa und Poesie auf suggestiv-symbolische Weise« gestaltet, so hat Bachmann 1961 den »Undine«-Stoff weitergeführt und auf ihre, unsere Zeit und Eindrücke neu bezogen, wobei die dahinter sichtbar werdende Weltsicht nicht an Aktualität verloren hat. Für einen Musiker, der Klang im weitesten Sinne als komponierbar betrachtet, sind zudem die einerseits in den Texten vorhandenen auditiven Verweise und Beschreibungen sowie die dramaturgischen Bewegungen und Strukturen von besonderem Interesse.

Die zwischen Hörstück und szenisch-musikalischer Lesung sich bewegende Produktion wurde mit großem Erfolg am 17. August dieses Jahres zum ersten Mal im Rahmen der Havelländischen Musikfestspiele in der Dorfkirche zu Nennhausen aufgeführt.

Neben der Berliner Schauspielerin Heidi Zengerle als Sprecherin wird der Komponist und Musiker Michael Schenk live agieren.


Heinrich von Kleist: »Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik«

Friedrich de la Motte Fouqués Eintreten für Heinrich von Kleist ist sicher nur einem kleinen Kreis bekannt. Ohne zum engeren Freundeskreis Kleist zu gehören, trat Fouqué von 1808 bis 1841 in Briefen und Zeitungsartikeln immer wieder für den »edlen Unglücklichen« und für eine Gesamtausgabe seiner Werke ein. Kleists Erzählung »Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik« ist erstmals 1810 in den Berliner Abendblättern gedruckt und für die Ausgabe von 1811 von Kleist nochmals bezüglich der Erzählperspektiven überarbeitet worden.

Der Kieler und baldige »Neu-Berliner« Henning Westphal war Schüler von Hans Paetsch und Anne Marcks-Rocke, Meistern der Vorlesekunst. Wie kaum ein anderer versteht es Westphal zum Medium der gelesenen Texte zu werden und deren Stimmungen lebendig werden zu lassen ohne sich über den Text zu erheben. Die eigentümliche Spannung, die dabei entsteht, zieht die Zuhörer schnell in ihren Bann, erst recht, wenn Westphal seinen Lieblingsautor Kleist liest. Diese Spannung wird bei unserer Lesung sicher noch durch den ungewöhnlichen Ort, am Grab Friedrich de la Motte Fouqués auf dem Alten Garnisonfriedhof, verstärkt werden. Die Besucher der Veranstaltung dürfen sich auf ein ganz besonderes ästhetisches Hörerlebnis freuen.


Veranstaltungsorte

Kulturhaus Mitte Berlin
Auguststrasse 21
10117 Berlin
Fon/Fax: 030 - 282 7793
kulturhaus-mitte@web.de
Lageplan: http://www.kulturhaus-berlin-mitte.de/

Das Kulturhaus Mitte ist eine Einrichtung des Amtes für Bibliotheken und Kultur Berlin-Mitte.

Verkehrsverbindungen:
U8 - Rosenthaler Platz oder U8 - Weinmeisterstraße
U6 - Oranienburger Tor
S-Bahn Hackescher Markt oder S-Bahn Oranienburger Straße


Alter Berliner Garnisonfriedhof
Der Garnisonfriedhof wird umschlossen durch von der Kleinen Rosenthaler Straße (Eingang), der Linienstraße, der Gormannstraße und der Mulackstraße.
Lageplan: http://www.garnisonfriedhof-berlin.de/

Verkehrsverbindungen:
S-Bahn Hackescher Markt
U8 - Rosenthaler Platz oder Weinmeisterstraße

Beide Veranstaltungsorte liegen ca. 10 Fußminuten voneinander entfernt.
Bei Regen findet die Lesung im Kulturhaus Mitte statt.



Ansprechpartner: Dr. Ulrich Schuch - Postfach 120843 - D-68059 Mannheim - Quadrat M 1, 6 -
D-68161 Mannheim - T+F +49-621-26079 - schuch@fouque-gesellschaft.de - www.fouque-gesellschaft.de



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